Herbert Beck


Biographie Herbert Beck


1932  in Gunzenhausen, Mittelfranken geboren
1952-1957  Studium für das Lehrfach Biologie, Chemie und Geografie an der Universität Erlangen; parallel dazu Vorarbeiten für die Dissertation.
1957  Staatsexamen und Eintritt in das Referendariat
1958  Promotion mit der Arbeit ›Die Larvalsystematik der Eulen (Noctuidae)‹, die artenreichste (Nacht-)Schmetterlingsfamilie
1959  Beginn der selbstständigen Lehrtätigkeit am Gymnasium
1960  Umzug nach Mainz und dort bis 1991 im Schuldienst

1956  Lernte ich meine erste Frau kennen. Sie war von meinen Tuschfederzeichnungen begeistert. Trotz des Altersunterschieds von 28 Jahren heirateten wir 1957 und blieben bis zu ihrem Tod 1995 beisammen. Diese Extremehe hielt auf der Basis des gemeinsamen künstlerischen Interesses und der tiefen Religiosität der Partner.
1958  Unter den Weihnachtsgeschenken war für mich ein Kasten mit Ölfarben und eine Anleitung zum Malen. Meine Frau wollte wissen, ob ich auch malen kann: die ersten Ölbilder (Malerei 1, Abb. 1-5) beweisen meine Fähigkeit zum Malen, Vorbilder waren van Gogh und Monet. Doch mich lockte ein eigener Beitrag zur modernen Malerei und so beschritt ich den Weg zu ›variierbaren Kompositionen‹ (Malerei 2)
1970  Erste Einzelausstellungen im Atelier Moering/Wiesbaden und in der Galerie Gurlitt in Mainz
1972  Begann meine Frau, Eugenie Beck-Kraus, zu malen. Angeregt von meiner Idee, flüssiger Farbe zur Ausdehnung zu verhelfen, gießt sie Ölfarben auf Rauhfasertapeten und lässt darauf die Farben fließen, sich vernetzen... Parallel dazu arbeitete ich für meine ersten ›variierbaren Kompositionen‹.
1975  Erste gemeinsame Ausstellung im Atelier Moering in Wiesbaden mit Bildern meiner Frau und variierbaren Objekten von mir.
1977  Gemeinsame Ausstellung im ›Haus zum Falken‹, in Würzburg, aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des DAHW (Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk) mit Vorstellung variierbarer Kompositionen.
Weitere Ausstellungen folgen in regelmäßigen Abständen.
1992  Die letzte gemeinsame Ausstellung im Barocksaal des Mainz-Gonsenheimer Rathauses: mit Stoffcollagen, -Assemblagen, Nadelobjekten auf Papier oder altem Leinen von Eugenie Beck-Kraus. – Ich selbst stellte meine transsuprematistischen (variierbaren) Objekte vor. – Die Kritik (Bormann): „So etwas erwartet man hier nicht!“...

1996  Gedächtnisausstellung/Retrospektive zum Gesamtwerk von Eugenie Beck-Kraus
Schaffenspause bei Herbert Beck wegen der intensiven Arbeiten für die vierbändige Publikation: ›Die Larven (Raupen) der europäischen Noctuidae‹ (Nachtschmetterlingsfamilie, eine der fünf artenreichsten Familien des Tierreiches) – das Pionierwerk auf diesem Gebiet.

Ende 1996 lerne ich meine zweite Frau kennen. Beim ersten Besuch ist sie von meinen frühen Ölbildern fasziniert. Obwohl sie 36 Jahre jünger ist, heiraten wir 1997. Ans Malen dachte ich nicht. – Um mich zum Malen zu bringen, wandte meine Frau ihre ›Künste‹ an: 2002 schenkte sie unserem Sohn das Leben. – 2006 trennte sie sich von mir und nahm das Kind mit. Ich war ohne Chance, das Kind bei mir zu haben. Doch 2008 gelang die Versöhnung und jetzt sprach meine Frau das entscheidende Wort: ›Mal‘ doch wieder!‹ Ich gehorchte, aber es dauerte noch ein Jahr, bis ich vom Transsuprematismus zum Impressionismus (zurück) fand (Malerei 3). Symbolischer Neubeginn am 3.X.2009, dem Tag der Wiedervereinigung Deutschlands.

Seit 2010  jährliche Einzel-Ausstellungen im für mich so günstig gelegenen Barocksaal des Mainz-Gonsenheimer Rathauses (Fotos 2011), wo ich die Ausstellung selbst betreuen kann und mit dem Rad in 5 Minuten zur Stelle bin.

Seit 2011  Dauerausstellung in halbjährlichem Wechsel der Bilder in der Radiologenpraxis Dres. Kaltenborn/Willingstorfer, Emmrich-Josef-Str. 13, Mainz: ca. 9 Bilder (der 20-25 Bilder) sind vom Bürgersteig aus gut zu sehen, Besuch und Fotografieren für Nichtpatienten an Praxistagen von 13-15 Uhr und nach 17 Uhr. (Fotos 2019)

Zahlreiche private Ankäufe